Angst vor Hunden – und was man dagegen tun kann

„Er will doch nur spielen“ oder „Er macht eh nichts!“ – Sätze, die bei Menschen mit Hundeangst den kalten Schweiß ausbrechen lassen. Die sogenannte Kynophobie, also die Angst vor Hunden, ist häufig nicht rational erklärbar, daher helfen solche beschwichtigende Sätze den Betroffenen nicht weiter.

Grundsätzlich ist ein gewisser Respekt – besonders fremden Hunden gegenüber – nicht schlecht, eine echte Phobie kann jedoch das tägliche Leben sehr einschränken. Egal, ob im Park, auf dem Weg zur Arbeit oder bei Freunden und Verwandten – Hunden begegnen wir regelmäßig. Die Angst vor ihnen kann unterschiedliche Gründe haben, oftmals ist sie schon im Kindesalter verwurzelt: Eltern übertragen ihre Ängste auf ihre Kinder, seltener ist ein wirklich schlechtes Erlebnis – wie etwa ein Hundebiss – dafür verantwortlich. Meist sind Menschen betroffen, die nur wenige Berührungspunkte mit Hunden haben, sie können das Verhalten der Vierbeiner häufig nicht einordnen, verstehen es falsch – und bekommen Angst. Wir haben ein paar wichtige Tipps für Betroffene und Hundehalter zusammengestellt:

So verlieren Sie Ihre Angst vor Hunden

- Hunde sind Meister der Körpersprache. Je mehr Sie über ihre Signale und ihr Verhalten lernen, desto besser und sicherer können Sie mit ihnen umgehen. Falls Sie Hundehalter in Ihrem Freundeskreis haben, werden diese Ihnen sicher bei der ersten Annäherung helfen und mit vielen Informationen zur Seite stehen.

- Hunde haben eine sehr sensible Nase. Wenn Sie aufgeregt sind oder Angst haben, schüttet Ihr Körper Stresshormone aus und Sie geraten ins Schwitzen. Ein Hund spürt so etwas und wird oftmals davon angezogen. Auch wenn es schwer fällt: Bleiben Sie möglichst ruhig stehen, strecken Sie Ihre Hand aus, damit der Hund daran schnuppern kann und schauen Sie ihm nicht direkt in die Augen. Gut zu wissen: Indem der Hund in dieser für Sie angespannten Situation auf Sie zukommt, möchte er Sie nicht ärgern, sondern eher beschwichtigen. Ganz nach dem Motto: „Alles in Ordnung, Du brauchst keine Angst zu haben“.

- Laufen Sie niemals vor einem Hund davon, denn das löst seinen Jagd- und Spieltrieb aus.

- Wenn Sie sich einem Hund nähern möchten, machen Sie es am besten von der Seite. Wenn Sie frontal auf ihn zugehen, fasst er es womöglich als Bedrohung auf; wenn Sie von hinten kommen, kann er sich erschrecken.

- Um Berührungsängste abzubauen, sind kleinere Rassen weniger bedrohlich sowie ältere und ruhigere Hunde und kleine Welpen.

- Falls Ihre Angst sehr tief sitzt, können Sie auch einen Therapeuten aufsuchen, der auf Kynophobie spezialisiert ist und der mit speziell dafür ausgebildeten Hunden arbeitet.

Das können Hundebesitzer tun

- Bringen Sie Menschen, die Angst vor Ihrem Hund haben, Geduld und Respekt entgegen – auch wenn Sie sich nicht vorstellen können, warum man ausgerechnet vor Ihrem Hund Angst haben kann.

- Wenn Sie etwa einer fremden Person im Wald begegnen, die Ihnen schon von Weitem zuruft, Ihren Hund an die Leine zu nehmen, dann helfen Sie ihr und leinen Ihren Hund an. Denn wie bereits erwähnt, helfen beschwichtigende Sätze Ihrerseits oder auch Ignoranz nicht weiter – ganz im Gegenteil.

- Falls Sie einen Hundephobiker in Ihrem privaten Umfeld haben, signalisieren Sie ihm, dass Sie für ihn da sind. Zwangsmissionierung bringt niemandem etwas, aber sobald Interesse gezeigt wird, können Sie mit Ihrem Wissen über Hunde helfen und Betroffene Schritt für Schritt an Ihren Hund heranführen.

Grundsätzlich gilt: Nicht Jeder muss ein Hundefreund sein, doch für ein entspanntes Miteinander ist Verständnis auf beiden Seiten für beide Seiten wichtig!

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