Der Dackel: Liebenswerter Sturkopf

Kurze Beine, langer Körper und natürlich der berühmte Dackelblick: Kaum eine andere Hunderasse wird vermutlich so oft karikiert wie der Dackel. Dabei haben diese charakterstarken Tiere viel mehr zu bieten, als ihr spezielles Aussehen – sie sind seit langer Zeit auch sehr beliebte Jagd- und Familienhunde.

Herkunft

Bereits im Alten Ägypten gab es erste Abbildungen von langgestreckten, kurzbeinigen Hunden mit spitzem Fang. Zwar ist bis heute unklar, ob es sich dabei um direkte Vorfahren des Dackels handelte; sicher ist jedoch, dass diese Darstellungen eine gewisse Ähnlichkeit aufweisen. Zur Zeit der Kelten waren niederläufige Keltenbracken, auch Segusier genannt, zum Jagen von Wild populär. Hunde mit kurzen Beinen, die selbstständig und mutig Füchse und Dachse in ihrem Bau aufstöberten, wurden im Mittelalter gezielt gezüchtet, um das Geflügel der Bauern zu schützen. Doch erst als

Ende des 19. Jahrhunderts die ersten Rassekennzeichen eingeführt wurden und 1888 der Deutsche Teckelklub, der auch heute noch existiert, gegründet wurde, begann man mit der modernen Dackelzucht. 

Aussehen

Egal, ob Dackel, Dachshund oder Teckel: Alle drei Namen beschreiben ein und die selbe Hunderasse. Man unterscheidet jedoch zwischen drei verschiedenen Größen:

-       Standard (Brustumfang ab 35 cm, Gewicht ca. 9 kg)

-       Zwerg (Brustumfang bis 35 cm, Gewicht ca. 4-5 kg)

-       Kaninchen (Brustumfang bis 30 cm, Gewicht ca. 3,5 kg)

Sowie drei unterschiedlichen Haartypen – den Kurz-, Rau- und Langhaardackeln.

Das Fell des Kurzhaardackels ist dicht, glänzend und enganliegend. Das des Rauhaardackels hingegen drahtiger, typisch sind dafür buschiger Bart und dichte Augenbrauen. Der Langhaardackel zeichnet sich – wie der Name schon sagt – durch sein längeres, glänzendes Fell aus. Während Gesicht und Fang kurz behaart sind, ist das Fell an der Hinterseite der Läufe deutlich länger und wird als „Federn“ bezeichnet.

Diese drei Dackelarten bringen jeweils unterschiedliche Wesenszüge mit sich, da der Rauhaardackel sein Aussehen durch Zucht mit Terriern erhielt, während bei den Langhaardackeln Spaniels für das längere Fell verantwortlich waren.

Charakteristisch für alle Dackel-Arten ist der lange, schlanke Körper, ihre hängenden Ohren sowie ihre Kurzläufigkeit, die fachlich als Chondrodystrophie bezeichnet wird. Doch darf man sich durch die kurzen Beine nicht täuschen lassen: Diese Hunderasse ist wendig, schnell und ausdauernd.

Charakter

Trotz ihrer kompakten Größe sind Dackel keine Schoßhunde. Ihre Herkunft zeigt ganz deutlich, dass Dackel schon immer Jagdhunde waren, die im Bau auf sich alleine gestellt sind und selbst Entscheidungen treffen müssen. Was ihnen auch gelingt – denn der kleine Hund hat es faustdick hinter den Schlappohren: Dank seines selbstbewussten, mutigen und ausdauernden Wesens kann er sich auch gegen größere Wildtiere behaupten. Und obwohl der Dackel seinen eigenen Kopf hat, der ab und an als Selbstüberschätzung interpretiert wird, ist er ein idealer Familienhund, der mit freundlicher Konsequenz relativ leicht zu erziehen und zu führen ist.

Beschäftigung

Dackel sind anpassungsfähige und intelligente Tiere, die auch in Familien ohne Jagdambitionen glücklich sind. Wie jeder Hund ist auch der Dackel ein großer Naturfreund, der gerne über Wiesen sprintet oder durch das Unterholz stromert. Gezielte Nasenarbeit – wie etwa Fährtensuche – fordert den Dackel heraus und entspricht ganz seinem Wesen.

 

 

 

 

 

 

 

 

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