Hundezonen-Knigge: So treffen die Tiere entspannt aufeinander

Sich ohne Leine frei und sicher bewegen, sprinten, schnüffeln und Artgenossen treffen – das ist das Grundbedürfnis aller Hunde. Was sich in ländlichen Regionen leicht ermöglichen lässt, ist in der Stadt schwieriger. Aus diesem Grund haben viele Gemeinden eingezäunte Hundezonen errichtet, in denen die Tiere gemeinsam toben können.

Ob sich Ihre Fellnase überhaupt in einer Hundezone wohlfühlt, können Sie sicherlich am besten einschätzen. Denn während es für die Einen Spaß pur bedeutet, sind die Anderen womöglich gestresst und überfordert, fremde Hunde in einem eingegrenzten Terrain zu treffen. Wo viele Zwei- und Vierbeiner zusammenkommen, bedarf es natürlich einiger Regeln, damit das Miteinander für alle Beteiligten möglichst entspannt abläuft.

Hier unsere Top Ten der Hundezonen-Etikette-Tipps:

1. Wenn Sie einen Ausflug in die Hundezone unternehmen, sollten Sie sicher gehen, dass Ihr Hund die Grundkommandos beherrscht und sozial verträglich ist. Natürlich haben auch verhaltensauffällige Tiere ein Anrecht auf Auslauf. Es empfiehlt sich jedoch, dass sie einen Maulkorb tragen und die Hundezone erst dann betreten, wenn wenig los ist. Wichtig: Auch Hunde mit Maulkorb können ihre Artgenossen verletzen. Daher ist es wichtig, dass Sie Ihren Hund gut kennen und seine Körpersprache lesen können.

2. Egal, ob Hundehalter oder Hund: In einer öffentlichen Hundezone treffen verschiedene Charaktere, Bedürfnisse und Temperamente aufeinander. Gegenseitiger Respekt und Rücksichtnahme sollte an oberster Stelle stehen, damit es nicht zum Streit kommt.

3. Stellen Sie sich vor, Sie betreten einen Raum und alle Anwesenden stürmen auf Sie zu und möchten Sie lautstark begrüßen. Sie wären sicherlich überfordert! Das gilt auch für Hunde: Wenn Sie sehen, dass Ihr Hund zur Tür prescht, um einen anderen Hund zu empfangen, rufen Sie ihn zurück, damit der Neuankömmling gelöst die Zone betreten kann – ohne gleich von einem neugierigen Rudel bedrängt oder überrannt zu werden. Grundsätzlich gilt: Die Tiere sollten sich untereinander erst begrüßen, wenn die Tür der Hundezone geschlossen ist und alle Hunde abgeleint sind.

4. Auch wenn Sie sich in einem abgeschlossenen Bereich befinden und Ihr Hund von der Leine ist, geben Sie die Verantwortung für ihn natürlich nicht am Zaun ab. Das Motto „Die Hunde machen schon alles unter sich aus“ sollte nicht in der Hundezone gelten. Denn auch rein rechtlich haben Sie beim Freilauf eine Aufsichtspflicht und sind für das Verhalten Ihres tierischen Begleiters verantwortlich. Haben Sie Ihren Hund also stets im Blick, so dass Sie eingreifen können, falls aus dem Spiel Ernst wird oder einer der Hunde Angst bekommt.

5. Wenn Sie Ihren Hund beobachten, erkennen Sie auch seine Bedürfnisse schneller und können dementsprechend handeln: Er möchte mit den anderen Hunden laufen? Wunderbar, lassen Sie ihn ruhig! Ihm wird gerade alles zu viel? Kein Problem! Sorgen Sie dafür, dass er bei Ihnen einen Rückzugsort hat, um kurz zu verschnaufen.

6. Ein entspanntes Spiel zwischen Hunden ist es übrigens dann, wenn sich Jäger und Gejagte abwechseln. Doch wie immer in einer Gruppe kann es auch zu Konflikten kommen, die meistens dann entstehen, wenn zu viele Hunde auf zu kleinem Raum sind, Hunde von anderen gemobbt oder dominiert werden oder wenn das Größenverhältnis zu unausgewogen ist. Wenn Sie das Gefühl haben, dass die Stimmung kippt, nehmen Sie Ihren Hund ruhig aus der Situation heraus, damit sich die Gemüter abkühlen können.

7. Wenn sich das Verhalten der Hunde nach dieser kurzen Zwangspause nicht ändert, kann es ratsam sein, die Hundezone zu verlassen, damit Ihr Hund keine schlechten Erfahrungen mit seinem Besuch dort verknüpft.

8. Einige Hunde neigen zu territorialem Verhalten, das heißt sie verteidigen etwa die Bank, auf der sich Frauchen oder Herrchen niedergelassen hat. Wenn Sie wissen, dass Ihr Hund dazu tendiert, bleiben Sie lieber etwas in Bewegung. So vermeiden Sie mögliches Konfliktpotenzial – und Ihr Hund kann ohne Stress die gesamte Hundezone erkunden.

9. Ein weiterer Streitgrund können Leckerli und Lieblingsspielzeug sein. Auch wenn Ihr eigener Hund alles großzügig mit seinen neuen Hundefreunden teilt, wissen Sie nicht, ob womöglich andere Tiere die angebotenen Ressourcen aggressiv verteidigen. Belohnen Sie Ihren Hund daher nur mit Leckerlis, wenn keine anderen Hunde in der Nähe sind. Sollte ein fremder Hund bei Ihnen nach Leckerlis betteln, fragen Sie zunächst seinen Besitzer – auch wenn er Sie noch so lieb und hungrig anschaut.

10. Das sollte selbstverständlich sein: Entsorgen Sie Hundekot sofort, denn Niemand – egal ob Mensch oder Hund – möchte in ein Häufchen treten. Falls Sie keine Beutel zur Hand haben, finden Sie in jeder Hundezone Sackerlspender.

Fazit: Wenn alle aufeinander schauen und Rücksicht nehmen, steht einem spaßigen Besuch in der Hundezone nichts mehr im Weg!

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