Hyperaktivität bei Hunden: Diese Ursachen könnten der Auslöser sein

Wir alle kennen die Hunde, die zur Begrüßung überschwänglich an einem hoch springen, die voller Elan dem Ball hinterher jagen, die beim Spiel mit ihren Artgenossen richtig aufdrehen. Doch was ist, wenn dieses Verhalten anhält? Wenn diese Hunde ständig unter Strom stehen, sich nicht konzentrieren können und einfach nicht zur Ruhe kommen? In diesem Fall spricht man von Hyperaktivität. Und damit sind nicht die „närrischen fünf Minuten“ gemeint, die jeder Hund einmal hat. Bei überaktiven Tieren bleibt der Erregungszustand, der bei den meisten Hunden kurz ansteigt und dann wieder nachlässt, konstant auf hohem Niveau.

Ähnlich wie bei Kindern wird diesen hyperaktiven Hunden dann sehr schnell der Stempel „Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS)“ aufgedrückt. Ob das Verhalten des Hundes aber tatsächlich „krankhaft“ ist, kann sicherlich ein Experte am besten beurteilen. Es gibt einige Faktoren, die die Überaktivität beeinflussen – und die man kennen sollte:  

Genetische Gründe

Es gibt Hunderassen, die teilweise seit Jahrhunderten dafür gezüchtet werden, besonders lebhaft und reizempfänglich zu sein. So sollen etwa Jagd- oder Hütehunde aufmerksam und wachsam sein, um ihre Aufgaben gewissenhaft erledigen zu können. Wenn aber nun diese Hunde, für die sowieso schon eine gewisse „Aufgedrehtheit“ charakteristisch ist, schlecht sozialisiert wurden oder womöglich auch unterfordert sind, können alltägliche Situationen Stress pur bedeuten, der sich dann in Überaktivität äußert. Ob ein Hund zu Hyperaktivität neigt, kann also auch mit seiner Rasse zusammenhängen.

Erziehung

Ähnlich wie Kleinkinder müssen auch Welpen die Welt um sich herum erst einmal kennenlernen. Ganz zu Beginn ihres Lebens fehlt ihnen die Fähigkeit der Selbstregulation. Das heißt, dass alle Reize ungefiltert auf sie einprasseln und sie nicht in der Lage sind, sie einzuordnen. So wird jeder Mensch auf der Straße schwanzwedelnd begrüßt; jedes Blatt, jeder Stock muss genau untersucht werden. Erst durch eine liebevolle und konsequente Erziehung und Sozialisation können die jungen Hunde lernen, dass sie auf bestimmte Reize – etwa die Aufforderung von Frauchen oder Herrchen – reagieren und andere – wie zum Beispiel den Luftballon eines vorbeigehenden Kindes – ignorieren sollen. Diese Entwicklung ist ein Lernprozess, der sehr wichtig ist, damit sich der Hund später konzentrieren kann und die Möglichkeit hat, sich selbst aus stressigen Situationen herauszunehmen und sich zu entspannen. 

Beschäftigung

Bei der Beschäftigung sollte ein gesunder Mittelweg einschlagen werden: Hunde, die dauerbespaßt werden, können ebenso unter Stress stehen, wie Vierbeiner, die sich dauerhaft langweilen. 

Damit dieser Stress minimiert wird, sollte man einem Hund beibringen, dass seine Bedürfnisse auch einmal warten müssen. Das mag ihn vielleicht zunächst frustrieren – doch es ist sehr wichtig, dass er lernt mit diesem Frust umgehen zu können. Hunde, die nicht gelernt haben dieses Warten auszuhalten, neigen stärker zur Hyperaktivität. Denn sie möchten ihr Bedürfnis jetzt durchsetzen. Jetzt sofort. Und je länger es dauert, desto schneller dreht sich für sie die Hyperaktivitäts-Frustrations-Spirale. Signalisieren Sie ihrem Hund daher Pausen, richten Sie ihm Rückzugsorte ein, damit er leichter abschalten und zur Ruhe kommen kann. Für hartnäckige Fälle empfiehlt sich auch das Erlernen eines Ruhesignals, welches dem Hund helfen kann. 

Zu viel Stillstand ist jedoch auch nicht gut: Hunde sind intelligente Tiere, die körperlich als auch geistig gefordert werden möchten. Wenn sie jeden Tag unterfordert sind, entwickeln sie oftmals ein (selbst)zerstörerisches Verhalten oder haben ebenfalls Schwierigkeiten sich selbst zu regulieren und zur Ruhe zu kommen. Daher ist eine Kombination aus rassegerechter Beschäftigung – etwa Activity oder Fährtenarbeit – und Ruhephasen empfehlenswert.

Ernährung

Im Zusammenhang mit Hyperaktivität wird häufig ein zu hoher Proteingehalt im Futter genannt. Ein Mythos, über den wir bereits in diesem Artikel berichtet haben. Doch auch an dieser Stelle möchten wie nochmals darauf eingehen: Die ausgewogene Hundeernährung hat bei uns oberste Priorität. Die Proteine bei THE GOODSTUFF setzen sich aus 75 % tierischem Eiweiß und 25 % pflanzlichem Eiweiß zusammen. Ein Wert, der für Hunde ideal ist. Dank unseres besonders schonenden „Fresh Mix“ Verfahrens werden unsere hochwertigen Zutaten nicht überhitzt oder hohem Druck ausgesetzt, daher bleiben alle wichtigen Nährstoffe und Vitamine erhalten, die Ihr Hund für ein gesundes Leben benötigt.

Falls Sie das Gefühl haben, dass Ihr Hund hyperaktiv ist, sollte parallel auch immer ein Tierarzt zu Rate gezogen werden, der Ihren Hund gründlich untersucht sowie Blut- und Schilddrüsenwerte checkt, da eine Überaktivität auch körperliche Ursachen haben kann.

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