Öffentliche Verkehrsmittel: Einige Tipps für ein gutes Miteinander

Die Fahrt mit Bus und Bahn ist nicht nur umweltfreundlich, sondern auch praktisch. Besonders in Großstädten kommt man – nicht nur zur Rush Hour – häufig schneller mit den „Öffis“ voran als im eigenen Auto. Die Mitnahme des Hundes ist überall gestattet – sofern man sich an gewisse Regeln hält.

Der Hund fährt mit

Je nachdem, in welcher Stadt und mit welchem Transportmittel Sie sich fortbewegen, können die Vorschriften variieren: So haben zum Beispiel in vielen Städten kleine Hunde, die in eine Transportbox passen, freie Fahrt. Ebenfalls dürfen – etwa in Wien – Jahreskartenbesitzer ihre Hunde gratis mitnehmen, als auch Personen, die auf einen Assistenzhund angewiesen sind. Alle anderen Hunde, die mit ihrem Besitzer von A nach B fahren, benötigen jedoch in den meisten Fällen ein ermäßigtes Ticket.

Damit es in den „Öffis“ zu keinerlei Problemen kommt, müssen die Hunde stets angeleint sein und einen Maulkorb tragen. Dabei ist es ganz wichtig, dass der Maulkorb Ihres Hundes gut sitzt. „Gut sitzen“ bedeutet, dass er an der Schnauze und der empfindlichen Nase nicht scheuern darf und groß genug sein muss, damit der Hund hecheln kann. Maulschlaufen, die eng anliegen und das Hecheln unterbinden, sind dafür übrigens keinesfalls geeignet, da diese beim Hund zu einer gefährlichen Überhitzung führen können.

Eine gute Vorbereitung ist wichtig

In öffentlichen Verkehrsmitteln kann es mitunter recht hektisch zugehen: Viele Menschen steigen ein und aus, Kinder laufen umher, laute Durchsagen kündigen den nächsten Halt an, der Platz ist beengt. Damit Ihr Hund auch in dieser stressigen Situation ruhig bleibt, haben wir ein paar wichtige Tipps für Sie zusammengestellt:

– Bevor Sie Ihren Hund in Bus und Bahn mitnehmen, sollten Sie sich vergewissern, dass er die Grundkommandos beherrscht und an einen Maulkorb bereits gewöhnt ist. Falls sich Ihr Hund mit dem Maulkorb schwer tut, können Sie vorher zu Hause das Tragen üben und ihn – etwa mit Leckerlis – positiv konditionieren.

– Es empfiehlt sich nur sozial verträgliche Hunde mit in die „Öffis“ zu nehmen. Falls Ihr Hund Probleme mit größeren Menschenansammlungen hat, benötigen Sie sicherlich etwas Geduld, um ihn langsam an seine erste Fahrt heranzuführen: Beginnen Sie das Training zu einer ruhigeren Zeit und erkunden Sie zunächst erst einmal die Station bevor Sie dann zu Zweit kurze Strecken fahren können.

– Suchen Sie sich vor der Fahrt gemeinsam mit Ihrem Hund wenn möglich einen ruhigeren Platz und positionieren Sie sich entweder so, dass Sie zwischen Ihrem Hund und den Mitreisenden stehen, so dass er sich entspannen kann. Oder nehmen Sie ihn sitzend zwischen Ihre Beine, damit er auch während der Fahrt sicheren Halt hat.

– Achten Sie darauf, dass Ihr Hund nicht im Weg liegt, damit er nicht zur Stolperfalle für die anderen Mitfahrer wird und ihm auch niemand aus Versehen auf die Pfoten oder den Schwanz treten kann.

– Wenn Sie an Ihrer Haltestelle angekommen sind, nehmen Sie bitte mit Ihrem Hund stets die Treppe oder den Fahrstuhl, denn die Mitnahme auf der Rolltreppe ist strengstens verboten. Aus gutem Grund: Auf den fahrenden Stufen finden Hunde schlecht Halt und ihre Pfoten können schnell in die Rillen gelangen und so schwer verletzt werden.

Übrigens: Auch für Hunde, die normalerweise nur im Auto mitfahren, ist es sinnvoll, dass sie sich an die „Öffis“ gewöhnen. Denn nicht immer ist vielleicht ein Auto verfügbar. Wir wünschen auf jeden Fall allen Hunden eine gute, entspannte und sichere Fahrt!

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