Wasserscheue Hunde: So klappt der Sprung ins kühle Nass

Es gibt Hunde, die jede noch so kleine Lacke gezielt ansteuern. Die selbst Eis und Schnee nicht von einem ausgiebigen Bad abhalten kann. Und es gibt Hunde, die ihre Pfoten nicht gerne nass machen. Die ihr Spielzeug, wenn es aus Versehen ins Wasser fällt, schlagartig als verloren aufgeben.

Von Natur aus kann jeder Hund schwimmen. Hält man einen Hund über das Wasser, setzt der Überlebensinstinkt ein und er fängt automatisch an, mit den Beinen zu paddeln. Woran liegt es also, dass es wasserscheue und wasservernarrte Hunde gibt? Mitverantwortlich dafür sind unter anderem die Gene: Bestimmte Hunderassen wie Labrador Retriever, Neufundländer oder auch Portugiesischer Wasserhund haben die Liebe zum Wasser einfach im Blut. Diese Rassen werden häufig auch als Arbeitshunde, etwa bei der Wasserrettung, eingesetzt. Hunderassen, die Probleme mit dem Atmen oder einen schweren Körperbau haben – wie etwa Bulldoggen – werden naturgemäß nicht für diese spezielle Arbeit ausgebildet.

Individuelle Ausnahmen

Doch nicht jeder Labrador liebt Wasser und nicht jede Bulldogge macht einen Bogen drumherum. Es kommt auch immer darauf an, welche Erfahrungen der Hund – besonders in seiner Prägephase – mit Wasser erlebt hat. Ist er als Welpe aus Versehen abgerutscht und hineingefallen oder wurde sogar ohne Vorwarnung ins Wasser gestoßen, wird er sich immer schwerer tun, als ein Hund, der langsam und geduldig an das kühle Nass herangeführt wurde.

Diese vier Tipps helfen wasserscheuen Hunden, um für die kommende Badesaison gewappnet zu sein:

  • Je jünger, desto besser: Aus einem jungen Hund, der spielerisch und ohne Zwang Vertrauen zum Wasser aufbauen darf, wird viel leichter eine Wasserratte als aus einem Senior, der bereits schlechte Erfahrungen gesammelt hat
  • Der richtige Ort: Fließende Gewässer wie Flüsse und oder auch eine rauschende Meeresbrandung können aufgrund der Strömung für Hunde gefährlich werden. Besser sind ruhige Seen, die einen flachen Einstieg haben
  • Motivation: Egal, ob gemeinsam zunächst am Ufer herumgetollt und das Spiel dann langsam auf das Wasser ausgeweitet wird oder ob Frauchen und Herrchen mit ins Wasser gehen – den meisten Hunden macht so eine gemeinsame Unternehmung viel Spaß und sie verlieren dabei ihre Angst
  • Die passende Ausrüstung: Spezielle Hundeschwimmwesten können dem Vierbeiner das Baden erleichtern. Besonders Hunden mit kurzen Beinen oder schwerem Rumpf kann eine Weste durch ihren Auftrieb helfen. Doch auch ängstliche Hunde fühlen sich durch die zusätzliche Stabilisation im Wasser sicherer

Grundsätzlich sollte gelten: nur keinen Zwang ausüben – es muss nicht jeder Hund gerne schwimmen! Und wenn schwimmen, dann in einer für Hund & Mensch angenehmen Umgebung und an den dafür vorgesehenen Orten.

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