Wenn ein Vierbeiner seinen Futternapf links liegen lässt, schrillen bei einigen Hundehaltern sofort die Alarmglocken. Dabei ist eine kurze Appetitlosigkeit durchaus normal – sofern sich dein Hund ansonsten wie gewohnt verhält und du keine gesundheitlichen Probleme feststellen kannst.
Hält das Desinteresse allerdings an, sollte man Ursachenforschung betreiben, denn die Appetitlosigkeit kann viele Gründe haben.
Wir haben die gängigsten Auslöser aufgelistet, warum ein Hund nicht frisst:
Psychische Ursachen
Hat sich die Umgebung verändert? Fehlt die Bezugsperson? Ist es gerade besonders laut? Oder hat dein Hund einen neuen Futternapf? Sensiblen Hunden kann jede noch so kleine Veränderung auf den Magen schlagen. Ein Umzug, Urlaub, besondere Ereignisse wie Silvester, große Familienfeiern oder sogar ein Wetterumschwung bedeuten Stress für einige Vierbeiner – und sorgen für eine vorübergehende Appetitlosigkeit.
Altersbedingte Ursachen
Im Alter von vier bis sechs Monaten verliert der Welpe sein Milchgebiss und die zweiten Zähne brechen durch. In der Zeit hat der junge Hund großen Appetit auf alles Mögliche: Schuhe, Möbel und Kissen sind kaum vor ihm sicher – sein Futter aber oftmals schon. Um Ihren kleinen Vierbeiner in dieser Phase zu unterstützen, biete ihm artgerechtes Kauspielzeug an und weiche bei Bedarf sein Trockenfutter mit Wasser ein.
Alte Hunde haben einen geringeren Energiebedarf, daher nimmt ihr Appetit ab. Auch ihr Geruchssinn und ihr Sättigungsgefühl ändert sich. Wenn medizinisch alles abgeklärt ist, du aber dennoch das Gefühl hast, dass dein Senior Schwierigkeiten beim Fressen hat, können ein ergonomisch erhöhter Futternapf und mehrere kleine, über den Tag verteilte Portionen hilfreich sein.
Medizinische Ursachen
Entzündetes Zahnfleisch, schlechte Zähne oder Verletzungen durch Fremdkörper: Mit einem Blick in das Hundemaul kannst du schnell feststellen, ob bei deinem liebsten Begleiter alles in Ordnung ist.
Organerkrankungen, wie etwa der Niere oder Schilddrüse, sind nicht auf den ersten Blick erkennbar, können aber auch die Ursachen für eine Appetitlosigkeit sein. Beobachte deinen Hund genau: Wie fühlt sich sein Bauch an? Ist er schlapp und antrieblos? Hat er Magen-Darm-Probleme wie Durchfall und Erbrechen? Fieber? Im Zweifel kontaktiere schnellstmöglich einen Tierarzt. Das gilt natürlich auch für den Fall, dass dein Hund etwas Giftiges gefressen hat!
Hormonelle Ursachen
Im Laufe eines Hundelebens ändert sich der Hormonspiegel: Nicht nur halbstarke Fellnasen, die gerade in der Pubertät sind, zeigen weniger Interesse an ihrem Futter, sondern auch läufige oder scheinschwangere Hündinnen. Davon sind indirekt auch Rüden betroffen – denn ist eine läufige Hündin in der Nähe, ist ihr Duft anziehender als der des Futters.
Fütterungsbedingte Ursachen
Alle Hundehalter kennen ihn, den berühmt-berüchtigten Dackelblick. Der Blick, der dazu führt, dass Leckerlis und Speisen vom Tisch ihren Weg in den immer hungrigen Hundemagen finden. Der Blick, der Zweibeiner dazu veranlasst, das Vierbeiner-Futter mit „Besonderem“ zu verfeinern. Was gut gemeint ist, tut dem Hund meist nicht gut. Denn wenn Snacks zwischendurch überhandnehmen, wird das eigentliche Futter verschmäht. Um deinem Hund wieder auf den Futter-Geschmack zu bringen, solltest du Leckerlis, Kaustangen & Co. einfach einmal weglassen – und beobachten, was passiert ?
Auch ein zu abwechslungsreicher Speiseplan kann bei einigen ernährungssensiblen Hunden zu Verdauungsproblemen und somit zu Appetitlosigkeit führen. Unser Tipp: Nicht zu oft das Futter wechseln und bei Futterumstellungen schonend vorgehen. Da wir bei THE GOODSTUFF alle unsere Sorten nach derselben, reduzierten Rezeptur herstellen, ist ein Futterwechsel zwischen den einzelnen Sorten problemlos möglich. Mehr dazu erfährst du hier.
Ein weiterer Grund für das Desinteresse deines Hundes an seinem Futter ist so einfach wie plausibel: Er ist satt! Auf unserer Website sowie auf unseren Futtersäcken und -dosen findest du eine Fütterungstabelle mit Mengenangaben. Bitte beachte, dass es sich bei diesen Werten um eine reine Empfehlung handelt. Wir raten immer dazu, auch die rassespezifische Wachstumskurve und individuelle Punkte wie die Aktivität zu berücksichtigen – und die Futtermenge bei Bedarf anzupassen. Füttere deinen Hund möglichst immer zur gleichen Uhrzeit und räume das stehen gelassene Futter nach rund 15 Minuten weg.
Fazit: Nicht immer steckt ein medizinischer Grund hinter Appetitlosigkeit. Hast du jedoch das Gefühl, dass es deinem Hund nicht gut geht, kontaktiere bitte umgehend einen Tierarzt.