Rhodesian Ridgeback: Der „Löwenjäger“ aus Südafrika

Früher wurde er zur Großwildjagd eingesetzt, heute erfreut sich der Vierbeiner mit dem markanten Haarstreif am Rücken bei aktiven Hundehaltern immer größerer Beliebtheit. Wir stellen Ihnen heute die noch relativ junge Hunderasse im Porträt vor.

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Rhodesian Ridgeback: Der „Löwenjäger“ aus Südafrika

Herkunft

Der Rhodesian Ridgeback stammt aus dem ehemaligen Staat Rhodesien, dem heutigen Simbabwe, aus dem Süden Afrikas.

Schon lange bevor die Europäer nach Südafrika kamen, hielten die Ureinwohner Hunde, die als Hottentotten-Jagdhunde bekannt wurden – und die heute ausgestorben sind. Man geht davon aus, dass sie von schakalähnlichen Tieren abstammten. Sie hatten spitze Ohren und Schnauze, lange Gliedmaßen, ein rotgoldenes Fell und einen in entgegengesetzter Richtung verlaufenden Haarstreifen am Rücken – den sogenannten Ridge. Für den Stamm der Khoikhoi hatte der Rückenkamm ihrer Hunde eine besondere Bedeutung; sie glaubten, dass die Tiere aufgrund des auffälligen Haarstreifens so mutig sind.

Ab dem 16. Jahrhundert siedelten sich Deutsche, holländische Buren und Hugenotten in Südafrika an und brachten ihre favorisierten Hunde mit, die sich in der Wildnis durchsetzen konnten. Darunter befanden sich Hunderassen wie Doggen, Mastiffs, Spaniels, Terrier, Bluthunde und natürlich auch Tiere, die keiner speziellen Rasse angehörten. Um die Siedlungen und Nutztiere gegen die vor Ort lebenden Wildtiere - meistens Löwen - zu schützen, waren kräftige, mutige, schnelle und rudelfähige Hunde gefragt. Ziel war es, dass die Hunde im Rudel die Löwen so lange hetzen und stellen, bis sie mit einem gezielten Schuss getötet werden konnten. Also begann man damit, die europäischen Hunderassen und die Hottentotten-Hunde mit ihrem charakteristischen Haarstreifen zu kreuzen, um widerstandsfähige, mutige „Löwenjäger“ zu bekommen: Der Rhodesian Ridgeback war geboren. Im Englischen wird die Rasse übrigens auch „African Lion Dog“ genannt.

1922 wurde der erste Rassestandard in Südafrika definiert. Ende der 1920er Jahre kamen die ersten Rhodesian Ridgebacks nach England und Amerika, 1954 nach Deutschland und 1975 wurde die Hunderasse im Österreichischen Hundezuchtbuch eingetragen.

 

Aussehen

Das markanteste Merkmal des Rhodesian Ridgeback ist sein Haarkamm am Rücken, auf dem die Wuchsrichtung der Haare in die entgegengesetzte Richtung zeigt. Der rund 5 cm breite Ridge zieht sich von den Schulter- bis zu den Hüftknochen gerade und sich verjüngend über den Rücken.

Mit einer Widerristhöhe von 63-69 cm bei Rüden bzw. 61-66 cm bei Hündinnen und einem Gewicht von 30-45 kg zählt der „Ridgie“ zu den großen Hunderassen. Er ist ein muskulöser, robuster, aber dennoch eleganter und wendiger Hund.

Das Fell des Rhodesian Ridgeback ist kurz, glatt und glänzend, ohne Unterwolle und weizenfarben bis hellrot. Ein schwarzer Fang ist laut Rassestandard in Ordnung, ebenso wie kleine weiße Abzeichen auf der Brust oder an den Zehen. Die schwarzen und weißen Haare sollten aber nicht zu ausgeprägt sein.

 

Charakter

Der Südafrikaner zeichnet sich durch Wachsamkeit, Intelligenz, Loyalität und ein sensibles Wesen aus. Er hat einen großen Bewegungsdrang, den man nicht unterschätzen sollte, und möchte körperlich und geistig regelmäßig gefordert werden. Mitunter kann er ziemlich stur sein und seinen eigenen Kopf haben, da er es aufgrund seiner Herkunft gewohnt ist, auch selbstständig Entscheidungen zu treffen. Der „Ridgie“ ist ein sensibler Hund, der auf laute, strenge oder gar aggressive Erziehungsmaßnahmen sehr empfindlich reagiert. Er ist ein „Gewohnheitstier“, dass sich nur sehr langsam auf neue und ungewohnte Situationen einstellt. Aufgrund all dieser Eigenschaften ist er kein Anfängerhund und sollte nur an erfahrene Hundehalter vergeben werden. 

Wie die Geschichte des Rhodesian Ridgebacks zeigt, ist er auch heute gut als Schweißhund und Jagdbegleiter geeignet. Als Jagdgebrauchshunderasse ist er jedoch nicht anerkannt.

Der energiegeladene Hund ist ein ausdauernder und begeisterter Läufer und punktet mit einer exzellenten Nase. Daher sind Aktivitäten wie Fährtensuche und Mantrailing oder Rettungshundesport genau die richtige Beschäftigung für ihn. Aufgrund seiner Bewegungsfreude hat er auch Spaß an Hundesportarten wie Agility – allerdings sollte er nicht zu viel springen, da er wegen seiner Größe Probleme mit den Gelenken bekommen kann.  

Als Familienhund ist der Vierbeiner geeignet, da er sehr kinderlieb ist. Jedoch sollte man um seinen starken Wach- und Bewegungstrieb wissen und ihn gut erziehen und sozialisieren. Wenn der Rhodesian Ridgeback artgerecht gehalten wird und genug Platz und Bewegung bekommt, ist er ein toller und treuer Begleiter für eine aktive Familie. Denn egal, ob Joggen, Apportieren, Nasenarbeit – der „Ridgie“ ist garantiert immer mit viel Freude bei der Sache.

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